Digitales Programmheft zu
Troja:
von Henner Kallmeyer
Über das Produktionsteam:
Milan Gather - Regie:
- Geboren 1993
- 2014-2018: Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
- 2018-2020: Ensemblemitglied am JES Stuttgart
- 2020 wird sein Stück beim Heidelberger Stückemarkt mit dem Jugendstückpreis ausgezeichnet
- Sein zweites Stück "OMA MONIKA - was war?" den KinderStückePreis der 47. Mülheimer Theatertage im Jahr 2022
- Arbeitet seit der Spielzeit 2022/23 an verschiedenen Theatern als Autor und Regisseur
Regisseur Milan Ganther / Foto: Vanessa Ruckh
Andreas Alexander Straßer - Ausstattung:
- Geboren 1986
- Bühnen- und Kostümbildner
- Bühnenbildassistent am Schauspiel Hannover von 2014 bis 2017
- Eigene Projekte am Schauspiel Hannover: Bühnenbild für "Perplex" von Marius von Mayenburg
- 2018 gewinnt er den "Weiter so!-Preis" des hannoverschen Schauspiels als bester Nachwuchsbühnenbildner
- Ausstattung für "Troja!" am Staatstheater Wiesbaden
Ausstatter Andreas Alexander Straßer / Foto: Paul Schwesig
Öğünç Kardelen - Musik und Komposition:
- Aufgewachsen in Izmir in der Türkei
- Opern-Gesangsstudium an der Dokuz Eylül Universität
- Zweites Gesangsstudium bei Prof. Langshaw an der Musikhochschule Köln
- Außerdem Aufbaustudium Gesangspädagogik
- Als Komponist und Bühnenmusiker arbeitet er an verschieden Theatern
- Als türkischer Synchronsprecher an verschiedenen Projekten tätig Für seine Band schrieb und singt er verschiedene Lieder
KomponistÖğünç Kardelen / Foto: Soner Aktas
Über die Ausstattung:
Die Bühne:
Die Bühne der Wartburg verwandelt sich für die Produktion von "Troja!" in einen Museumsraum. Dort werden Artefakte zum trojanischen Krieg ausgestellt, die im Bühnengeschehen zu Requisiten und Spielmaterial werden. Hier zeigen wir ein paarEntwürfe von Andreas Alexander Straßer zur Bühne.
Miniatur des Bühnenbilds
Bühnenbild Gerüst des "Pferds"
Einblick in die Konzeption des Bühnenbilds / Foto: Andreas Alexander Straßer
Das Kostüm:
Die Kostüme der Sterblichen in dieser Produktion sind schlicht in schwarz gehalten. Sie haben eine leichte Patina, vom Staub des Krieges. Sandalen runden das Kostüm ab. Die Maske soll deutlich machen, dass die beiden erschöpft sind vom langjährigen Kriegsgeschehen. Ihre Kopfbedeckungen erinnern an Kopfbedeckungen der griechischen Antike und dienen dazu den Spielenden verschiedene Rollen zu zuweisen.
Der Gott Hermes ist dagegen schillernd dargestellt. Er trägt einen lila Kunstpelz-Mantel, ein verspieltes Seidenhemd und eine leichte Hose. Er trägt extravagante Stiefel und eine Sonnenbrille mit Gläsern in Flügelform.
Der Gott Hermes ist dagegen schillernd dargestellt. Er trägt einen lila Kunstpelz-Mantel, ein verspieltes Seidenhemd und eine leichte Hose. Er trägt extravagante Stiefel und eine Sonnenbrille mit Gläsern in Flügelform.
Die Sterblichen:
Der Gott Hermes:
Bevor der Spieler zu Hermes wird, ist er im Einlass des Stücks ein Museumswärter, der uns ins Museum einlädt.
Kostüm-Skizzen
Über die Musik:
Im Laufe der Produktion gibt es mehrere Hörspiele und Einspieler. Wir hören Hintergrundinformationen zum trojanischen Krieg, aber auch Geräusche des Kriegsgeschehens mit lautem Pferdegetrappel.
Außerdem singt Hermes einen eigenen Song.
Außerdem singt Hermes einen eigenen Song.
I AM HERMES:
Lyrics- Song vom Hermes
Englische Version:
Englische Version:
Two soldiers standing in the horse
One sharp blade, no one to trust
It's my uneasy hands holding their fate
I smirk, then laugh, all by myself Gymnastics, trickery, thats my wealth
I bring the news, but no one wants to listen
Being hermes should be fun
But instead I feel outrun
And that is cuz I am failing
Now my task is feeling draining
Psychopomp i should bring heroes to hades
Instead I’m left with two tragic fools
Zeus, what have i done to deserve this
Can’t even show the half of what i’m meant to be
I am hermes
I just want to have some fun
I'm the only one they like on mount olympus
I am hermes
You should see me in the sun
Silver light begin to shine cuz i am hermes
One sharp blade, no one to trust
It's my uneasy hands holding their fate
I smirk, then laugh, all by myself Gymnastics, trickery, thats my wealth
I bring the news, but no one wants to listen
Being hermes should be fun
But instead I feel outrun
And that is cuz I am failing
Now my task is feeling draining
Psychopomp i should bring heroes to hades
Instead I’m left with two tragic fools
Zeus, what have i done to deserve this
Can’t even show the half of what i’m meant to be
I am hermes
I just want to have some fun
I'm the only one they like on mount olympus
I am hermes
You should see me in the sun
Silver light begin to shine cuz i am hermes
I AM HERMES:
Lyrics- Song vom Hermes
Deutsche Übersetzung:
Deutsche Übersetzung:
Zwei Soldaten stehen sich im Pferd gegenüber,
eine scharfe Klinge, niemand hat einen Rat,
In meinen bebenden Händen liegt ihr Schicksal schwer.
Ich grinse, dann lach ich in mir allein, Akrobatik, List – das ist mein Schein.
Ich bring die Kunde, doch niemand will sie hören.
Hermes zu sein, das sollte Freude machen, Stattdessen fühl ich mich längst abgehängt.
Und der Grund: Ich versage hier,
meine Aufgabe erschöpft mich schier.
Als Seelenführer sollt ich Helden führen hinab zu Hades, Stattdessen bleiben mir nur zwei tragische Narren.
Zeus, womit hab ich das verdient?
Nicht einmal die Hälfte von dem, was ich bin, wird geseh’n.
Ich bin Hermes,
Ich will nur ein bisschen Spaß haben.
Ich bin der Einzige, den man auf dem Olymp gern hat.
Ich bin Hermes,
ihr solltet mich im Sonnenlicht seh’n –
Silbernes Leuchten fängt an zu leuchten,
Denn ich bin Hermes.
eine scharfe Klinge, niemand hat einen Rat,
In meinen bebenden Händen liegt ihr Schicksal schwer.
Ich grinse, dann lach ich in mir allein, Akrobatik, List – das ist mein Schein.
Ich bring die Kunde, doch niemand will sie hören.
Hermes zu sein, das sollte Freude machen, Stattdessen fühl ich mich längst abgehängt.
Und der Grund: Ich versage hier,
meine Aufgabe erschöpft mich schier.
Als Seelenführer sollt ich Helden führen hinab zu Hades, Stattdessen bleiben mir nur zwei tragische Narren.
Zeus, womit hab ich das verdient?
Nicht einmal die Hälfte von dem, was ich bin, wird geseh’n.
Ich bin Hermes,
Ich will nur ein bisschen Spaß haben.
Ich bin der Einzige, den man auf dem Olymp gern hat.
Ich bin Hermes,
ihr solltet mich im Sonnenlicht seh’n –
Silbernes Leuchten fängt an zu leuchten,
Denn ich bin Hermes.
Hörspiel – Prolog/ Bonusmaterial - Sätze, die den trojanischen Krieg sofort beendet hätten:
Hörspiel-Prolog
Bonusmaterial
Über das Stück:
Inhaltsangabe:
Briseis und Spourgitis – Sie kennen einander nicht, aber eines wissen sie sofort: Sie müssen Feind*innen sein. Denn ihre Völker führen Krieg. Mitten im erbarmungslosen Lärm des Krieges finden sich die beiden jungen Menschen in der Stille wieder. Im hölzernen trojanischen Pferd begegnen sie einander. Beobachtet werden sie dabei von Hermes, dem Götterboten, der den Menschen seine ganz eigene Sicht auf den Krieg und das, was wirklich zählt, mitgibt. Henner Kallmeyer erzählt mit Motiven der griechischen Mythologie eine Geschichte über Menschlichkeit, von Freundschaft und dem Mut, über Grenzen hinwegzusehen.
Auszug:
Hier können Sie einen Textauszug aus dem Stück herunterladen:
Der Autor:
Henner Kallmeyer, geboren 1974 in Lübeck, lebt seit 2008 in Essen. Er begann seine Theaterlaufbahn am Schauspielhaus Bochum. Seit 2002 ist er freischaffender Theaterregisseur und inszenierte u.a. am Staatstheater Hannover, Schauspielhaus Bochum, Theater Bielefeld, am Grillo Theater Essen, am Staatstheater Stuttgart und an den Wuppertaler Bühnen. Er unterrichtet an der Folkwang Universität der Künste in Essen.
Im Laufe seiner Regiearbeit immer wieder eigene Romanbearbeitungen und Stückentwicklungen.
2024 war er für den Kinderstückepreis im Rahmen der Mülheimer Theatertage für "Troja!" nominiert.
2025 erhielt er den Hessischen Kinder- und Jugendtheaterpreis für TROJA!
Im Laufe seiner Regiearbeit immer wieder eigene Romanbearbeitungen und Stückentwicklungen.
2024 war er für den Kinderstückepreis im Rahmen der Mülheimer Theatertage für "Troja!" nominiert.
2025 erhielt er den Hessischen Kinder- und Jugendtheaterpreis für TROJA!
Henner Kallmeyer / Foto: Privat
Vorbereitung:
Dieses Theaterstück ist ein Dialog – das bedeutet, dass mehrere Schauspieler und Schauspielerinnen auf der Bühne stehen. Sie sind reale Personen und spielen für euch, live vor dem Publikum. Ihr beeinflusst euch gegenseitig und Respekt ist entscheidend. Das bedeutet nicht, dass ihr, das Publikum still sitzen müsst! Es gibt dennoch Verabredungen und Regeln zwischen den Schauspielern und Schauspielerinnen, die euch genauso sehen und hören, und euch, dem Publikum. Reaktionen wie lachen, weinen oder sich erschrecken sind natürlich erwünscht, Gespräche und andere Ablenkungen dagegen nicht.
Was noch?
- Es gibt keinen Dresscode.
- Den Theatersaal bestmöglich nicht während der Aufführung verlassen.
- Handys auf lautlos stellen.
- Es darf bis zum Abschlussapplaus nicht fotografiert und keine Videos gemacht werden.
Um sich auf den Theaterbesuch vorzubereiten, ist es nicht immer wichtig dass die Schüler*innen den Inhalt des Stückes bereits kennen. Denn das Wissen könnte den Blick auf die im Stück erzählte Geschichte ändern. Jahrgänge, in denen die griechische Mythologie noch nicht Thema des Unterrichts war, sollten das Stück unbefangen auf sich wirken lassen und erst im Nachgang Fragen stellen und dementsprechende Bezüge herstellen. Dabei ist es wichtig, dass die Lehrenden offen mit den Schüler*innen darüber sprechen.
Vorab ist es sinnvoll mit den Schüler*innen über ihre Erwartungen anhand des Titels zu sprechen.
- Welche Erwartungen weckt der Titel?
- Was glaubst du, wo spielt das Stück?
- Welche Figuren kommen vor?
- Glaubst du, das Stück ist eher lustig oder eher traurig?
Content Notes:
In der Inszenierung von „Troja!“ werden sprachlich und darstellerisch Kriegshandlungen beschrieben und verhandelt.
Es kommt im Bühnengeschehen zum Einsatz von Schwertern, Geräuschen von Kriegsgetümmel mit Pferdegetrappel, sowie lauter Musik.
Sollten Sie Schüler*innen mit Fluchterfahrung in Ihrer Klasse haben, dann besprechen Sie bitte vor dem Besuch der Vorstellung, dass die Themen Krieg und Flucht behandelt werden. Schauen Sie was es für die Schüler*innen benötigt und reagieren Sie bitte auf entsprechende Bedürfnisse.
Ebenso werden Bühnennebel und schnelle Lichtwechsel im Verlauf der Vorstellung vorkommen.
Es kommt im Bühnengeschehen zum Einsatz von Schwertern, Geräuschen von Kriegsgetümmel mit Pferdegetrappel, sowie lauter Musik.
Sollten Sie Schüler*innen mit Fluchterfahrung in Ihrer Klasse haben, dann besprechen Sie bitte vor dem Besuch der Vorstellung, dass die Themen Krieg und Flucht behandelt werden. Schauen Sie was es für die Schüler*innen benötigt und reagieren Sie bitte auf entsprechende Bedürfnisse.
Ebenso werden Bühnennebel und schnelle Lichtwechsel im Verlauf der Vorstellung vorkommen.
Griechische Mythologie:
Die Entstehung der Welt nach den Schriften Hesiods der griechischen Mythologie:
Aus Chaos erschuf sich Materie und die Kette der Schöpfung wurde in Gang gesetzt. Alles was sich aus dem Chaos erschaffen kann, endet auch wieder im Chaos.
(Entropie: Vom Chaos zur Ordnung und wieder zurück zum Chaos.)
Es entstanden zuerst die grundlegenden Prinzipien, die primordialen Gottheiten. Dunkelheit, die Nacht, der Tag, das Licht, die Erde und die Unterwelt.
Viele waren fähig sich auch eine Form zu geben und ihre Stimme zu erheben, aber nicht alle.
Aus ihnen entstand die nächste Generationen, die Titanen und Giganten – Generation zwei Krieg zwischen der zweiten Generation und der dritten Göttergeneration. (Konflikt Kronos und Zeus) – Titanomachie.
Zeus danach Sieger und oberster Herrscher der Welt. Die Dritte Generation der Götter, mit Zeus an der Spitze bildeten nun den viel beschriebenen Zirkel der Olympier auf dem Olymp. Und die Erde wurde besiedelt von Menschen, die Zeus sich als Spielzeug erschuf.
(Entropie: Vom Chaos zur Ordnung und wieder zurück zum Chaos.)
Es entstanden zuerst die grundlegenden Prinzipien, die primordialen Gottheiten. Dunkelheit, die Nacht, der Tag, das Licht, die Erde und die Unterwelt.
Viele waren fähig sich auch eine Form zu geben und ihre Stimme zu erheben, aber nicht alle.
Aus ihnen entstand die nächste Generationen, die Titanen und Giganten – Generation zwei Krieg zwischen der zweiten Generation und der dritten Göttergeneration. (Konflikt Kronos und Zeus) – Titanomachie.
Zeus danach Sieger und oberster Herrscher der Welt. Die Dritte Generation der Götter, mit Zeus an der Spitze bildeten nun den viel beschriebenen Zirkel der Olympier auf dem Olymp. Und die Erde wurde besiedelt von Menschen, die Zeus sich als Spielzeug erschuf.
Die zwölf großen Gottheiten des Olymp:
Zeus
König des Olymps und der Götter
Hera
Herrscherin des Olymps / Ehefrau und Schwester des Zeus
Göttin der Ehe und der Familie
Göttin der Ehe und der Familie
Poseidon
Herrscher der Meere / Bruder des Zeus
Hestia
Göttin des Feuers
Demeter
Göttin der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus, der Ernte, des Getreides, der Saat und der Erde / Schwester des Zeus
Apollon
Gott des Lichts (od. Sonne), der Musik, des Gesangs, des Dichtens, der Kunst, der Heilung und Weissagung / Zwilling von Artemis und Sohn des Zeus
Artemis
Göttin des Mondes und der Jagdkunst
Zwillingsschwester des Apollon
Zwillingsschwester des Apollon
Hermes
Schutzgott der Reisenden, Kaufleute und Diebe.
Gott des Witzes und der Gymnastik.
Zum anderen auch der persönliche Bote seines Vaters Zeus
Gott des Witzes und der Gymnastik.
Zum anderen auch der persönliche Bote seines Vaters Zeus
Aphrodite
Göttin der Liebe und Schönheit / Tochter von Zeus
Athene
Göttin der Weisheit und des Kampfes
Hephaistos
Gott der Schmiedekunst / Sohn von Zeus und Hera
Ares
Gott des Krieges / Sohn von Zeus und Hera
Fun Facts - Griechische Mythologie:
- Hermes konnte bereits eine Stunde nach seiner Geburt laufen und versorgte seine Mutter am gleichen Tag mit einem selbst zerlegten Rind und den Innereien einer Schildkröte
- Hades und Hermes sind die einzigen Götter, die frei zwischen den Welten gehen können
- Durch den Fluch des Apollon hört niemand auf Kassandra
- Paris eigentlicher Name lautete Alexander
- Um nicht zu sterben, wurde Achill in seiner Jugend Frau verkleidet auf einem Königshof versteckt. Jedoch flog seine Tarnung auf, er zog in den trojanischen Krieg und starb durch einen Schuss von Paris in die Ferse - die einzige Stelle, die nicht unverwundbar war.
Der Zankapfel:
- Die Göttin Eris war nicht zu der Hochzeit der Götter Thetis und Peleus eingeladen, da sie die Göttin des Streits ist
- Da sie beleidigt war, warf sie einen goldenen Apfel mit der Aufschrift "Für die schönste" in die Menge der Götter
- Daher gerieten die Götter Hera, Athene und Aphrodite in einen Streit, weil alle ihn beanspruchten
- Der Göttervater Zeus enthielt sich und beauftragte Paris, die Entscheidung zu treffen
- Dieser wurde von dem Götterboten Hermes herbeigeholt
- Alle Göttinnen versuchten, ihn durch Versprechungen zu bestechen
- Hera, die Göttin des Kriegs, versprach ihm die Weltherrschaft.
- Athene, die Göttin der Weisheit, versprach ihm Weisheit
- Aphrodite, die Göttin der Liebe, versprach ihm die schönste Frau der Welt
- Paris entschied sich für Aphrodite, die ihm Helena, die Frau des Menelaos, versprach
Über die Erzählung von Troja
Hintergrundinformationen:
Der Trojanische Krieg ist Teil der griechischen Mythologie und wurde uns von Homer, einem Dichter der griechischen Antike um 750 vor Christus, durch die Niederschrift der Ilias überliefert.
Doch bis heute wissen wir nicht, ob dieser Krieg wirklich stattgefunden hat. Wenn dem so war, muss er sich irgendwann von 1300 – 1200 vor Christus abgespielt haben.
Doch bis heute wissen wir nicht, ob dieser Krieg wirklich stattgefunden hat. Wenn dem so war, muss er sich irgendwann von 1300 – 1200 vor Christus abgespielt haben.
Doch wie kam es zu diesem Krieg?
Der trojanische Prinz Paris brachte die Königin Spartas, die schöne Helena nach Troja. Manche sagen er habe sie entführt, manche sagen sie wäre freiwillig mitgekommen. Die Göttin Aphrodite hatte ihm vorhergesagt, dass er die schönste Frau der Welt bekommen sollte und so sah sich der junge Prinz nur dem Willen der Götter folgend.
Doch Menelaos, der König von Sparta und Ehemann der Helena war erzürnt und nicht erfreut über den Raub seiner Frau. Er scharrte alle großen Anführer und deren Armeen um sich, um in den Krieg gegen Troja zu ziehen und seine Frau zurückzuholen.
Troja jedoch war eine gut gesicherte Stadt, deren Tore und Mauern nicht zu überwinden waren. So lagerten die Griechen fast 10 Jahre an der Küste von Troja und forderten in hunderten von Schlachten die Herausgabe der schönen Helena ein. Auf beiden Seiten starben viele große Krieger, unteranderem der Krieger Achilles. Als sich das zehnte Jahr dem Ende neigte, beschlossen die Griechen sich mit einem Trick in die unbezwingbare Stadt Troja zu schleichen.
Sie bauten ein riesiges Pferd aus Holz, verbargen darin ihre tapfersten Krieger und ließen den Rest der Flotte zum Schein davonfahren. Die Trojaner wähnten sich in Sicherheit und dachten der Krieg sei beendet und die Griechen hätten aufgegeben.
Das große Pferd, das trojanische Pferd, zogen sie in die Stadt und holten damit die griechischen Krieger darin in ihre eigene Stadt. Die Trojaner feierten und freuten sich über das Ende des Krieges, doch in dieser Nacht stiegen die griechischen Krieger aus dem hölzernen Pferd und zerstörten Troja und alle die in ihm wohnten. Das war das Ende dieses Krieges und der Stadt Troja.
Doch Menelaos, der König von Sparta und Ehemann der Helena war erzürnt und nicht erfreut über den Raub seiner Frau. Er scharrte alle großen Anführer und deren Armeen um sich, um in den Krieg gegen Troja zu ziehen und seine Frau zurückzuholen.
Troja jedoch war eine gut gesicherte Stadt, deren Tore und Mauern nicht zu überwinden waren. So lagerten die Griechen fast 10 Jahre an der Küste von Troja und forderten in hunderten von Schlachten die Herausgabe der schönen Helena ein. Auf beiden Seiten starben viele große Krieger, unteranderem der Krieger Achilles. Als sich das zehnte Jahr dem Ende neigte, beschlossen die Griechen sich mit einem Trick in die unbezwingbare Stadt Troja zu schleichen.
Sie bauten ein riesiges Pferd aus Holz, verbargen darin ihre tapfersten Krieger und ließen den Rest der Flotte zum Schein davonfahren. Die Trojaner wähnten sich in Sicherheit und dachten der Krieg sei beendet und die Griechen hätten aufgegeben.
Das große Pferd, das trojanische Pferd, zogen sie in die Stadt und holten damit die griechischen Krieger darin in ihre eigene Stadt. Die Trojaner feierten und freuten sich über das Ende des Krieges, doch in dieser Nacht stiegen die griechischen Krieger aus dem hölzernen Pferd und zerstörten Troja und alle die in ihm wohnten. Das war das Ende dieses Krieges und der Stadt Troja.
Einige Figuren des trojanischen Krieges:
Bild: Andreas Alexander Strasser
Helena:
Königin von Sparta und unerreichte, menschgewordene Schönheit. Tochter von Zeus und Leda. Durch eine Lotterie als Frau des Menelaos bestimmt. Mutter von Hermione, Nikostratos. Verfällt durch den Zauber der Aphrodite dem Charme von Paris und wird Prinzessin von Troja. Ihre Entführung, ihr Weggang nach Troja löste den trojanischen Krieg aus. Gewinnt nach dem Krieg die Gunst des Menelaos zurück.
Bild: Andreas Alexander Strasser
Menelaos:
König von Sparta, Bruder von Agamemnon. Gewinnt die Hand der Helena durch den Sieg einer Lotterie. Vater von Hermione und Nikostratos. Reist nach Troja, um seine Frau zurückzuholen. Unerbittlicher Krieger im Kampf um Troja und seine Frau Helena. Auch im Innern des trojanischen Pferdes. Bleibt immer für die Reize von Helena empfänglich.
Bild: Andreas Alexander Strasser
Hermes:
Gott der Reisenden, des Witzes und der Gymnastik, so wie Vielem mehr. Sohn des Zeus.
Kam bereits als Wunderkind zur Welt und erlangte mit Witz, List und Charme die Zuwendung aller Göttlichen auf dem Olymp. Er erhielt von Hephaistos geflügelte Schuhe und einen geflügelten Helm und obwohl er der Sohn der Nymphe Maia und Zeus war, schenkte ihm Hera seinen besonderen, silbernen Glanz.
Kam bereits als Wunderkind zur Welt und erlangte mit Witz, List und Charme die Zuwendung aller Göttlichen auf dem Olymp. Er erhielt von Hephaistos geflügelte Schuhe und einen geflügelten Helm und obwohl er der Sohn der Nymphe Maia und Zeus war, schenkte ihm Hera seinen besonderen, silbernen Glanz.
Kassandra:
Prinzessin von Troja, Tochter des Priamos und der Hekabe, Schwester von Paris, Priesterin des Gott Apollon.
Hat die Kraft der Weissagung, doch leider ist sie dazu verflucht, dass niemand ihre Vorhersagungen hört oder glaubt. Sie warnt von den Grausamkeiten des Krieges und auch vor der Bedrohung der Stadt Troja durch das trojanische Pferd der Griechen.
Nach dem Krieg von Agamemnon nach Mykene entführt und dort ermordet.
Tragische Heldin der griechischen Mythologie.
Hat die Kraft der Weissagung, doch leider ist sie dazu verflucht, dass niemand ihre Vorhersagungen hört oder glaubt. Sie warnt von den Grausamkeiten des Krieges und auch vor der Bedrohung der Stadt Troja durch das trojanische Pferd der Griechen.
Nach dem Krieg von Agamemnon nach Mykene entführt und dort ermordet.
Tragische Heldin der griechischen Mythologie.
Odysseus:
König von Ithaka, einer der obersten Generäle in der Armee von Menelaos und dessen Bruder Agamemnon. Hat sich versucht mit einer List um die Beteiligung am trojanischen Krieg zu drücken, diese gelingt ihm aber nicht. Denkt sich nach über 9 Jahren Krieg die List mit dem Holzpferd aus und überwältigt so die Trojaner in ihrer eigenen Stadt.
Nach dem Krieg gerät er auf dem Heimweg in eine verrückte Irrfahrt.
Nach dem Krieg gerät er auf dem Heimweg in eine verrückte Irrfahrt.
Achilles:
Sohn des Königs Peleus und der Meeresgöttin Thetis. Unverwundbar durch das Wasser des Styx, ein Fluss der Unterwelt. Einzig seine Ferse blieb verletzlich und verwundbar. Achilles zog mit seinem Cousin Patroklos in den trojanischen Krieg. Für seine Handlungen in diesem Krieg wurde er bekannt und berühmt. Er war einer der wichtigsten Krieger auf Seiten der Griechen. Er geriet mit Agamemnon in Streit über die Sklavin Briseis und starb im Kampf durch einen Pfeil des Paris in seine Ferse. Gottgleicher Held der Mythologie.
Briseis:
Königin der Stadt Lyrnessos, gefangen genommen von den Griechen auf einem Raubzug gegen die Verbündeten Trojas. Sklavin, als Kriegsbeute, des Achilles und später Tauschgabe für die Chryseis, Sklavin des Agamemnon. Später wieder Sklavin und Geliebte des Achilles.
Bild: Andreas Alexander Strasser
Paris:
Prinz von Troja, als einfacher Hirte aufgewachsen. Sohn des Priamos und der Hekabe, Bruder der Kassandra. Vom Schicksal auserwählt, Troja zu zerstören. Bekommt von Aphrodite das Versprechen, die schönste Frau der Welt zu erhalten, weil er Aphrodite mit einem goldenen Apfel als die schönste aller Göttinnen bestimmt. Bringt Helena von Sparta nach Troja und löst damit den trojanischen Krieg aus. Tötet Achilles und wird selbst im Krieg von Pfeilen getötet.
Agamemnon:
König von Mykene, Bruder von Menelaos. Verheiratet mit Klytämnestra, Vater von Chrysothemis, Elektra, Iphigenie und Orest. Heerführer der Griechen in Troja. Vertraut den Ratschlägen von Kalchas, dem Seher, etwas zu sehr. Bereit seine Tochter Iphigenie zu opfern, um die Göttin Artemis zu beruhigen. Gibt Sklavin Chryseis frei, um Apollon zu besänftigen (der hatte die Seuche auf das Lager der Griechen gehetzt), schnappt sich dafür aber die Kriegsbeute Briseis und zieht damit den Zorn des Achilles auf sich. Mit im hölzernen Pferd. Raubt Kassandra als Kriegsbeute, obwohl diese ihn vor seinem Tod warnt.
War das Trojanische Pferd wirklich ein Pferd?
Eine interessante Kurzdokumentation, ob das trojanische Pferd wirklich ein Pferd darstellen sollte und wie die Ausgrabungsstätte heute aussieht, findet ihr in diesem Video.
Wo liegt Troja?
Die Ausgrabungsstätte, die einige Archäologen für Troja halten, liegt auf dem Hügel Hisarlik in der Provinz Çanakkale im Nordwesten der Türkei am Hellespont. Die umliegende Landschaft wird Troas genannt.
Über die Themen:
Briseis und Spourgittis sind als Kinder zweier unterschiedlicher Kriegsparteien groß geworden.
Beide haben eine jeweils andere Erzählung kennengelernt, wie es zum Trojanischen Krieg ge-kommen ist. In jeder der beiden Erzählungen war aber immer die jeweils andere Partei schuld am Ausbruch des Konfliktes. (In unserem Theaterstück werden beide Varianten — moderiert und parodistisch überspitzt von Hermes - vorgestellt.) Beide Kinder glauben daher, dass der bzw. die andere lügt. Die Wahrheit liegt aber wie so häufig irgendwo in der Mitte.
Nur warum verbreiten sowohl die Trojaner als auch die Griechen ihre Variante vom „Raub der Helena“? Und warum fällt es Briseis und Spourgitis so schwer, die Erzählung der/des jeweils anderen zu glauben bzw. zu ertragen?
Kennst du selbst Geschichten, die aus zwei ganz unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden?
Hast du selbst schon einmal von einer Geschichte oder einer tatsächlichen Begebenheit gehört, die sich später als ganz anders herausgestellt hat?
Warum könnte jemand überhaupt ein Interesse daran haben, etwas anders zu erzählen, als es sich wirklich zugetragen hat?
Gibt es Möglichkeiten, die Wahrheit solcher Erzählungen zu überprüfen?
Warum fällt es Menschen oft so schwer, Erzählungen, die man schon ein Leben lang kennt, neu zu hinterfragen?
Beide haben eine jeweils andere Erzählung kennengelernt, wie es zum Trojanischen Krieg ge-kommen ist. In jeder der beiden Erzählungen war aber immer die jeweils andere Partei schuld am Ausbruch des Konfliktes. (In unserem Theaterstück werden beide Varianten — moderiert und parodistisch überspitzt von Hermes - vorgestellt.) Beide Kinder glauben daher, dass der bzw. die andere lügt. Die Wahrheit liegt aber wie so häufig irgendwo in der Mitte.
Nur warum verbreiten sowohl die Trojaner als auch die Griechen ihre Variante vom „Raub der Helena“? Und warum fällt es Briseis und Spourgitis so schwer, die Erzählung der/des jeweils anderen zu glauben bzw. zu ertragen?
Kennst du selbst Geschichten, die aus zwei ganz unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden?
Hast du selbst schon einmal von einer Geschichte oder einer tatsächlichen Begebenheit gehört, die sich später als ganz anders herausgestellt hat?
Warum könnte jemand überhaupt ein Interesse daran haben, etwas anders zu erzählen, als es sich wirklich zugetragen hat?
Gibt es Möglichkeiten, die Wahrheit solcher Erzählungen zu überprüfen?
Warum fällt es Menschen oft so schwer, Erzählungen, die man schon ein Leben lang kennt, neu zu hinterfragen?
Was ist Feindschaft?
Feinde sind zwei oder mehrere Personen, die Gegner sind
Nicht alle Gegner sind Feinde
Im Krieg wird häufig das Volk dazu gebracht zu glauben, dass das gegnerische Land ihr Feind ist
Der Grund dafür ist, dass im Krieg Menschen gegeneinander kämpfen sollen
Aber die betroffenen Personen wissen häufig nicht, warum sie gegen eine fremde Person kämpfen sollen, die eigentlich nichts gemacht hat
Deshalb redet der Staat ihnen ein, dass die fremde Person der "Feind" ist, auch wenn es logisch gesehen nicht so ist
Dadurch fällt es beiden Menschen leichter gegeneinander zu kämpfen
Durch dieses Feindbild werden zwei oder mehrere Gruppen miteinander verfeindet, obwohl sie einander nicht kennen oder es keinen logischen Grund dafür gibt
Nicht alle Gegner sind Feinde
Im Krieg wird häufig das Volk dazu gebracht zu glauben, dass das gegnerische Land ihr Feind ist
Der Grund dafür ist, dass im Krieg Menschen gegeneinander kämpfen sollen
Aber die betroffenen Personen wissen häufig nicht, warum sie gegen eine fremde Person kämpfen sollen, die eigentlich nichts gemacht hat
Deshalb redet der Staat ihnen ein, dass die fremde Person der "Feind" ist, auch wenn es logisch gesehen nicht so ist
Dadurch fällt es beiden Menschen leichter gegeneinander zu kämpfen
Durch dieses Feindbild werden zwei oder mehrere Gruppen miteinander verfeindet, obwohl sie einander nicht kennen oder es keinen logischen Grund dafür gibt
Wie entsteht Krieg?
Viele Herrscher behaupten, Krieg zu führen, weil das gegnerische Land eine andere Religion oder Kultur hat und man deshalb kämpfen müsse
Häufig ist dies aber nicht der eigentliche Grund, sondern eine Ausrede
Oft ist das Ziel des Herrschers mehr Macht, Reichtum oder andere Ressourcen
Trotzdem möchte das Volk dennoch keinen Krieg
Der Herrscher ist eigentlich dafür da, die Interessen des Volkes zu vertreten, aber hält sich manchmal nicht an seine Versprechungen
In einer Demokratie kann das Volk dann nach einer bestimmten Zeit einen neuen Herrscher wählen
In einer Diktatur steht nicht der Wille des Volkes im Vordergrund und das Volk wird sogar von ihrem Herrscher unterdrückt
Häufig ist dies aber nicht der eigentliche Grund, sondern eine Ausrede
Oft ist das Ziel des Herrschers mehr Macht, Reichtum oder andere Ressourcen
Trotzdem möchte das Volk dennoch keinen Krieg
Der Herrscher ist eigentlich dafür da, die Interessen des Volkes zu vertreten, aber hält sich manchmal nicht an seine Versprechungen
In einer Demokratie kann das Volk dann nach einer bestimmten Zeit einen neuen Herrscher wählen
In einer Diktatur steht nicht der Wille des Volkes im Vordergrund und das Volk wird sogar von ihrem Herrscher unterdrückt
Nachbereitung:
Bastele dein eigenes Trojanisches Pferd
Drucke die Vorlage aus und schneide die Bastelvorlage an den Außenlinien aus. Falte das Pferd an den schwarzen Linien und klebe es an den Klebeflächen zusammen.
Wenn du magst kannst du, bevor du es komplett verschließt, eine gute Botschaft ins Pferd stecken und es jemandem als gutes trojanisches Pferd schenken.
Wenn du magst kannst du, bevor du es komplett verschließt, eine gute Botschaft ins Pferd stecken und es jemandem als gutes trojanisches Pferd schenken.