Die Kunst des Archivs:

Auftakt:
So 26 04 2026:
mit
Tiago Rodrigues (Associate Artist der Maifestspiele), Jelena Rothermel (Archiv Frau und Musik Frankfurt), Dr. Kai Hinrich Müller, Maja Hattesen (SWR – Moderation)

In Zusammenarbeit mit dem Archiv Frau und Musik Frankfurt

Dauer:
ca. 60 Min., keine Pause
Sprache:
in deutscher und englischer Sprache

Über die Reihe:

Die diesjährigen Maifestspiele stehen im Zeichen des Archivs – ein Motiv, das Produktionen aus unterschiedlichen Richtungen aufgreifen werden: vom Bühnenbild in „Tristan und Isolde“, wo in einer riesigen Bibliothek der Tristan-Mythos aus der Gegenwart heraus befragt wird, über das „Diner en blanc“, das die 130-jährige Geschichte der Maifestspiele künstlerisch auferstehen lässt, bis hin zu den „Lebenden Archiven“ im Rahmen der Maifestspiele für alle, wenn Besucher*innen und Expert*innen aus der Stadtgesellschaft open air ihr Wissen austauschen.
Mit der Gesprächsreihe „Die Kunst des Archivs“ spüren wir dem Motiv mit Gästen aus Wissenschaft, Kultur, Politik und dem Archivwesen nach. Denn Archive sind keine staubigen Speicher, sondern pulsierende Gedächtnisse unserer Welt und öffnen Fragen an die großen Themen unserer Zeit, die weit über Sammeln und Bewahren hinausgehen: Wir denken gemeinsam nach über die politische Macht von Auswahl und Repräsentation, Zugänglichkeit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit, Körper als Speichermedien und die Stadtgeschichte Wiesbadens.
Der Musik- und Kulturwissenschaftler Dr. Kai Hinrich Müller kuratiert die Reihe gemeinsam mit Dramaturgin Hanna Kneißler und moderiert den Großteil der Talks. Bei allen Gesprächen ist Raum für Austausch mit dem Publikum; beim letzten Termin zur Wiesbadener Stadtgeschichte gibt es außerdem die Möglichkeit, die praktisch einzubringen. Weitere Informationen hierzu folgen zeitnah auf der Seite des Gesprächs „Archiv und Stadt“.
Zu ausgewählten Veranstaltungen führt eine thematisch passende Aufführung der Festspiele den Diskurs szenisch weiter: Archiv trifft Kunst.

Inhalt:

Wir tauchen ein in die Welt der Archive: Wie wird entschieden, was Archive sammeln und was nicht? Der Macht der Entscheider steht die Ohnmacht aller gegenüber, von denen nichts die Zeit überdauert. Dieses Schicksal haben etwa Komponistinnen über Jahrhunderte geteilt und wurden vergessen. Wie sich dem entgegenwirken lässt, weiß Jelena Rothermel vom Archiv Frau und Musik. Archive können verschiedene Gestalten annehmen und Geschichten aufrollen. So nutzt der Theatermacher Tiago Rodrigues in seiner „Tristan und Isolde“-Inszenierung einen Archivraum für seinen persönlichen Kommentar zum Mythos. Archive als Raum für unser kulturelles Gedächtnis beschäftigen Kai Hinrich Müller. Wo liegen die Potenziale von Archiven und ihre gesellschaftliche Verantwortung? Und warum ist jedes Archiv auch eine Lücke? Maja Hattesen, Kulturjournalistin beim SWR, verbindet die unterschiedlichen Perspektiven.

Termine:

https://www.staatstheater-wiesbaden.de/ Hessisches Staatstheater Wiesbaden Christian-Zais-Str. 3, 65189 Wiesbaden
Mi
27 05 2026
18.30 Uhr
Internationale Maifestspiele: Talk: Extras: Foyer Großes Haus:

Die Kunst des Archivs:

Archiv und Körper
mit
Prof. Dr. Susanne Foellmer (Leitung Deutsches Tanzarchiv), Bruno Heynderickx (Ballettdirektor Hessisches Staatsballett), Jelena Rothermel (Archiv Frau und Musik), Hyunjin Kim (Studentin der Hochschule für Musik Mainz, Fach Klavier), Kai Hinrich Müller (Moderation)

5 €